Leuchtdioden (Prof. Lemmer)

Zur passenden Zeit im Jahr, in dem es in den Städten nur so von Lichterketten und Beleuchtungen jeglicher Art wimmelt, hat Herr Prof. Ulrich Lemmer am 9. Dezember 2014 einen Vortrag über die Zukunft der Beleuchtung gehalten.

Prof. LemmerHerr Lemmer ist Professor am Lichttechnischen Institut (LTI) am KIT, wurde am 10. Mai 2014 50 Jahre alt und ist von Haus aus Physiker. Nach seinem Physik-Diplomstudium in Aachen, zog es ihn 1991 nach Marburg, wo er bis 1995 promovierte. Anschließend kam er nach Forschungsaufenthalten in Santa Barbara (Kalifornien) und Zur passenden Zeit im Jahr, in dem es in den Städten nur so von Lichterketten und Beleuchtungen jeglicher Art wimmelt, hat Herr Prof. Ulrich Lemmer am 9. Dezember 2014 einen Vortrag über die Zukunft der Beleuchtung gehalten.

Herr Lemmer ist Professor am Lichttechnischen Institut (LTI) am KIT, wurde am 10. Mai 2014 50 Jahre alt und ist von Haus aus Physiker. Nach seinem Physik-Diplomstudium in Aachen, zog es ihn 1991 nach Marburg, wo er bis 1995 promovierte. Anschließend kam er nach Forschungsaufenthalten in Santa Barbara (Kalifornien) und München nach seiner Habilitation am 7. Januar 2002 als Professor nach Karlsruhe. Seitdem arbeitet er am LTI und ist seit dem 11.01.2006 auch Koordinator der Graduiertenschule Karlsruhe School of Optics and Photonics. Außerdem ist einer von 21 Vertrauensdozenten der Studienstiftung in Karlsruhe.

Hörsaal LTIIn seinem Vortrag hat er in eindrucksvoller Art und Weise gezeit, wie die LED (light-emitting diode) die Beleuchtungsindustrie revolutioniert hat. Sie wird schon lange nicht mehr nur als Kontrolleuchte (z.B. ON/OFF-Leuchte) für verschiedene Geräte verwendet, sondern hat inzwischen Einzug in unsere alltägliche Beleuchtung der Städte und auch Wohnungen erhalten. Nach und nach wurden zuerst Ampeln, jetzt auch immer mehr Straßenlaternen mit LEDs ausgestattet; hinzu kommt ihr Einsatz als Autoscheinwerfer. LEDs haben gegenüber herkömmlichen Glühbirnen den riesigen Vorteil, dass sie deutlich effizienter sind. Während bei herrkömmliche Glühbirnen Licht dadurch erzeugt wird, dass Strom durch einen Draht geschickt wird, dieser sich dabei erhitzt und deshalb glüht, basiert die LED auf einem ganz anderen physikalischen Prozess, nämlich dem des pn-Übergangs analog zu pn-Halbleiterdioden. Bei Stromfluss werden Elektron-Loch-Paare gebildet, bei ihrer Rekombination Licht ausgesendet. Die Effizienz ist dadurch deutlich größer, da ein viel geringerer Anteil der Energie in Wärme umgewandelt wird, als bei der Glühbirne, was natürlich den Stromverbrauch erheblich beeinflusst.

LEDsHerr Prof. Lemmer zeigte mit Hilfe von mitgebrachten Gegenständen die vielseitigen Einsatzbereiche der LED und verdeutlichte somit auch, dass die LED nach und nach immer mehr auch in unseren Wohnungen auftauchen wird. Dem Klischee, dass LEDs nur kaltes Licht liefere, widersprach er, da er erklärte, wie man mit einer Mischung von verschiedenen LEDs das uns so wichtige und für das Auge angenehme warme Licht erzeugen kann. Sein Vortrag war aber bei weitem nicht nur von technischen Details geprägt. Herr Prof. Lemmer schaffte es, die zuhörenden Stipendiaten und Alumni gleichzeitig noch durch die Geschichte der Beleuchtung zu führen. So wurde die Revolution, die die LED mit sich gebracht hat und auch immer noch bringt, nochmals verdeutlicht. Ob die LED jedoch tatsächlich das Energieproblem der Zukunft maßgeblich beeinflussen wird, wagte er zu bezweifeln. Denn was man jetzt schon in vielen Großstädten sehe, ist, dass aufgrund des geringen Stromverbrauchs der LEDs einfach noch mehr beleuchtet werde (z.B. Werbebanner oder Ähnliches) als zuvor. Hierdurch könnte der Effekt des geringen Stromverbrauchs durch mehr Beleuchtung insgeamt wieder kompensiert werden.

Im Anschluss an den Vortrag fand unsere Weihnachtsfeier statt. Ein gelungener Einstieg in einen tollen Abend. Auch deshalb möchten wir uns an dieser Stelle nochmals herzlichst bei Herrn Prof. Lemmer bedanken.

Justus Zorn