Exkursion Heidelberger Institut für Schwerionentherapie 2014

Heidelberger Institut für Schwerionentherapie Das Heidelberger Institut für Schwerionentherapie ist eines von wenigen Therapiezentren, an denen eine spezielle Art von Tumorbehandlung, die sogenannte Partikeltherapie, im Kopfbereich durch Bestrahlung mit Kohlenstoffionen möglich ist. Jeden Tag werden Patienten behandelt und nachts die Einstellungen für den nächsten Tag vorbereitet. Deshalb ist eine Führung nur möglich, wenn die Technik gewartet wird.

Heidelberger Institut für SchwerionentherapieSo hatten zwölf Karlsruher Stipendiaten durch die Exkursionsorganisation der Promotionsstipendiatin Delia Braun vom Deutschen Krebsforschungszentrum am 27. Januar 2014 die Gelegenheit, bei einer Führung direkte Einblicke in viele Bereiche des Zentrums zu gewinnen. Der Vorteil von Teilchenstrahlen ist die zielgenaue Behandlung von Tumoren, ohne das umliegende Gewebe zu sehr zu schädigen. Dazu braucht man einen Teilchenbeschleuniger, der sich unter der Erde befindet. Als Teilchenquelle braucht man lediglich eine kleine Gasflasche mit Kohlenstoffdioxid, die eine ganze Weile hält.

Heidelberger Institut für SchwerionentherapieDie Patienten bekommen von der Technik gar nichts mit, eine Behandlung dauert nur ein paar Minuten. Allerdings muss für jeden Patienten alles ganz genau eingestellt werden, so dass auch die richtige Stelle bestrahlt wird. Ein Roboter bewegt dazu die Patientenliege in alle Richtungen, bis die ausgerechnete Position exakt erreicht ist. Zuletzt durften die Exkursionsteilnehmer eine Besonderheit des Heidelberger Instituts kennenlernen. Die sogenannte „Gantry“ ist einmalig auf der Welt. Hier kann nicht nur die Patientenliege justiert werden, sondern auch der Teilchenstrahl in jedem beliebigen Winkel angeordnet werden. So ist eine Bestrahlung aus jeder Raumrichtung möglich.

Johannes Ratajczak